Der Fall des Kriegsverbrechers Willi Herold. Hinrichtungen unter britischer Besatzung
Nach der Befreiung 1945 blieb die Todesstrafe in den westlichen Besatzungszonen weiter in Kraft. Das neue Besatzungsrecht verhängte für 20 Delikte, darunter Waffenbesitz, Spionage, Mord oder “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” die Todesstrafe. Auch in Wolfenbüttel wurden nach der Befreiung im April 1945 weiter Personen mit der Guillotine hingerichtet. Janna Lölke berichtet in ihrem Vortrag am 27. August über den Fall Willi Herold, einem 19-jährigen Fallschirmjägergefreiten. Dieser hatte sich in den letzten Kriegswochen als Hauptmann ausgegeben und war Anfang April 1945 mit einer Gruppe versprengter Soldaten in das Lager II Aschendorfermoor im Emsland gekommen, wo sie ein Massaker an Strafgefangenen durchführten. Für seine Kriegsverbrechen stand Willi Herold dann ab August 1946 in Oldenburg vor Gericht.
Terminübersicht
Gut zu wissen
Preisinformationen
kostenfrei
Eignung
Zielgruppe Erwachsene
für Individualgäste
Sprachkenntnisse
- Deutsch
Veranstaltungsort
Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel
Am Herzogtore 1338300 Wolfenbüttel






