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title: "1939: Gesellschaftliche Isolierung - Orte des Unrechts"
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description: "Harzstraße 3, ehemalige MittelschuleDie nationalsozialistische Politik verfolgte die Isolierung von Menschen, die nicht deren Rasseidealen entsprachen auf allen Ebenen. Hier beispielsweise in den Schulen.Der Ausschluss jüdischer Kinder aus den öffentlichen Schulen wurde schon im April 1933 mit dem „Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen“ eingeleitet. Es durften jetzt höchstens 5 Prozent der Schülerschaft in Bildungseinrichtungen „nicht-arischer“ Herkunft sein. Bei Neueinschulungen waren es nur 1,5 Prozent.&nbsp;Am 7. November 1938 verübte ein Siebzehnjähriger jüdischen Glaubens in Paris ein Attentat auf den deutschen Diplomaten. Eine Woche später verkündete das „Reichsministerium für Wissenschaft und Erziehung“, dass es damit „keinem deutschen Lehrer und keiner Lehrerin mehr zugemutet werden [kann, jüdischen] Schulkindern Unterricht zu erteilen. Auch versteht es sich von selbst, daß es für deutsche Schüler und Schülerinnen unerträglich ist, mit Juden in einem Klassenraum zu sitzen.“Das Ausschlusskorsett wurde also immer enger und spätestens zum Jahresbeginn 1939 gab es an öffentlichen Schulen keine jüdischen Kinder mehr.Im Juni 1942 wurde den noch in Deutschland verbliebenen jüdischen Kindern dann auch jeglicher Schulbesuch in privaten Einrichtungen verboten. Damit war die Schulpflicht für jüdische Kinder de facto abgeschafft.Einen weiteren Fokus legte die nationalsozialistische Politik auf die „Aussonderung“ von Kindern mit Lernschwächen und Körperbehinderungen. Mit dem vorgeschobenen Argument „Entlastung“ für die Volksschule zu schaffen, wurden diese Sonderschulen zugeordnet. Erbliche Behinderungsformen und offensichtliche Fehlbildungen waren Bestandteil des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“. Mit dem Stigma der Bildungsunfähigkeit und „unwerten Lebens“ versehen, wurden unzählige Kinder Opfer von Sterilisation und der „Euthanasie“-Tötungsmaschinerie."
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1939: Gesellschaftliche Isolierung - Orte des Unrechts
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- Gedenkstätte

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**1939: Gesellschaftliche Isolierung**

 Harzstraße 3, ehemalige Mittelschule

Die nationalsozialistische Politik verfolgte die Isolierung von Menschen, die nicht deren Rasseidealen entsprachen auf allen Ebenen. Hier beispielsweise in den Schulen.

Der Ausschluss jüdischer Kinder aus den öffentlichen Schulen wurde schon im April 1933 mit dem „Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen“ eingeleitet. Es durften jetzt höchstens 5 Prozent der Schülerschaft in Bildungseinrichtungen „nicht-arischer“ Herkunft sein. Bei Neueinschulungen waren es nur 1,5 Prozent.

 Am 7. November 1938 verübte ein Siebzehnjähriger jüdischen Glaubens in Paris ein Attentat auf den deutschen Diplomaten. Eine Woche später verkündete das „Reichsministerium für Wissenschaft und Erziehung“, dass es damit *„keinem deutschen Lehrer und keiner Lehrerin mehr zugemutet werden \[kann, jüdischen\] Schulkindern Unterricht zu erteilen. Auch versteht es sich von selbst, daß es für deutsche Schüler und Schülerinnen unerträglich ist, mit Juden in einem Klassenraum zu sitzen.“*
Das Ausschlusskorsett wurde also immer enger und spätestens zum Jahresbeginn 1939 gab es an öffentlichen Schulen keine jüdischen Kinder mehr.

Im Juni 1942 wurde den noch in Deutschland verbliebenen jüdischen Kindern dann auch jeglicher Schulbesuch in privaten Einrichtungen verboten. Damit war die Schulpflicht für jüdische Kinder de facto abgeschafft.

Einen weiteren Fokus legte die nationalsozialistische Politik auf die „Aussonderung“ von Kindern mit Lernschwächen und Körperbehinderungen. Mit dem vorgeschobenen Argument „Entlastung“ für die Volksschule zu schaffen, wurden diese Sonderschulen zugeordnet. Erbliche Behinderungsformen und offensichtliche Fehlbildungen waren Bestandteil des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“. Mit dem Stigma der Bildungsunfähigkeit und „unwerten Lebens“ versehen, wurden unzählige Kinder Opfer von Sterilisation und der „Euthanasie“-Tötungsmaschinerie.

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Stadt Wolfenbüttel / Abteilung 412**Frau Lena Simon**

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